Kamelmarkt in Shalateen/Oberägypten

Im Ort Shalateen in Oberägypten, unweit der sudanesischen Grenze, gibt es einen der letzten Kamelmärkte Ägyptens.

Bilder: 
Auf einer Asphaltpiste geht es, von Marsa Alam aus, mit dem Taxi 240 km durch eine Geröllwüste in den Süden.
Im Dorf Shalateen ist das Wort "Hektik" noch ein Fremdwort.
Die Kamele werden über weite Strecken aus dem Sudan nach Ägypten getrieben und dort verkauft.
Auf dem Markt begutachtet man die Tiere und feilscht danach um den Verkaufspreis.
Dieser Kamelbesitzer wartet wohl noch auf einen besseren Preis.
Kamelfleisch von Jungtieren wird hoch eingeschätzt.
Damit die Tiere nicht weglaufen hat man die Hanbremse, eigentlich ist es eine Fußbremse, angezogen.
Die Anreise zum Markt ist recht anstrengend.
Kamele sind eigensinnige, aber auch stolze Tiere.
Auch Jungtiere, während der langen Wanderung geboren, nimmt man "Huckepack" mit zum Markt.
Kamele trinken vor einem langen Wüstenmarsch bis 200 l Wasser.
Im Gleichschritt Marsch zur Verladestelle, das Ganze auf DREI Beinen.
Der Mark ist erfüllt vom Tiergeschrei und dem Rufen der Kameltreiber.
Manche Kamelbesitzer hatten ihre Probleme beim Anlegen der Zügel-Stricke.
Meine Frau Ursel amüsiert sich köstlich: Man wollte sie gegen 12 Kamele eintauschen. (Durchschnittswert je Tier ca. € 500).
Kaum eines der Tiere lief freiwillig auf den Transport-LKW. Ob sie ahnten wohin die Reise geht?
Abfahrt zu einem der Schlachthöfe in die Hauptstadt Kairo.