ND-Filter-Praxis: Meine jüngsten Ergebnisse

Zuerst zur Ausrüstung: Ich arbeite mit einer Canon 6D. Bei allen Aufnahmen kam das Weitwinkelzoom EF 16-35mm 1:4 L, ein altes Cullmann-Stativ mit Makroschiene, Schnellwechselplatte und Panoramawinkel von Mengs und ein Funkauslöser zum Einsatz.

Die beiden ersten Aufnahmen entstanden am Abend des 9. April in Amsterdam an der Amstel mit Blick auf die Magere Brugg. Eingesetzt wurde hier ein ND1000-Steckfilter von Haida (10 Blendenstufen). Bei beiden Aufnahmen betrug die Brennweite 35mm, die Blende 16 für maximale Schärfentiefe. Nach Einstellung der Entfernung wurde auf manuell umgestellt. Spiegelvorauslösung und Selbstauslöser mit 10s Vorlauf wurde eingestellt, um Erschütterungen der Kamera möglichst zu unterbinden. Der Sucher wurde abgedeckt.

Das erste Foto entstand bei ISO 400 und 30s Zeitvorwahl. Um die Leuchtspuren langsamerer Boote aufzunehmen wählte ich für die zweite Aufnahme ISO 100 und eine Belichtungszeit von 4 min (Programmeinstellung "Beliebig").

Das dritte Bild entstand am Morgen des 1. Mai. Es handelt sich hier um eine Doppelbelichtung unter Verwendung eines ND64-Filters (6 Blendenstufen, Schraubfilter von B+W). Auch hier betrug die Brennweite 35mm. Blende 16 bei ISO 200 lieferte eine Belichtungszeit von 1,3s. Dies war lange genug, um nach der ersten Belichtung für das scharfe Bild, das zweite Bild während einer kontrollierten Abwärtsbewegung auszulösen. Hierzu wurde die Kamera auf dem Stativ nach oben geschwenkt und dann nach unten bewegt. Die Bewegungsgeschwindigkeit wurde so gewählt, dass während der Belichtungszeit die Ausgangsposition für die erste Belichtung ungefähr wieder erreicht wurde.

Das letzte Bild ist lediglich ein möglicher Ausschnitt aus der entstandenen Aufnahme.

Bilder: 
Amsterdam 1
Amsterdam 2
Frisches Grün 1
Frisches Grün 2
Stichwörter: