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Ästige Graslilie und Sandlöcher

Veröffentlicht am: 26.08.2020 von: Eddy Zanger

 Bericht und Bilder: Martin Hust

Am 26. 07. und 30. 07.2020 besuchten Mitglieder unseres Photoclubs unter Leitung von Martin Hust und Roland Enderle eines der schönsten Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen, das Ohnastetter Bühl. Das NSG ist bekannt u. a. durch seine 20 verschiedenen Orchideenarten und die zahlreichen Sandlöcher. Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde dort Dolomitsand in Handarbeit abgebaut. Früher wurden die daraus entstandenen Löcher z. T. mit Bauschutt verfüllt, auch tote Großtiere wurden dort entsorgt. Ähnlich wie Dolinen stehen die Sandlöcher heute unter Naturschutz und ermöglichen in dem Halbtrockenrasen eine mikroklimatische florale Vielfalt mit auch selteneren, feuchtigkeitsliebenden Pflanzen. Gelegentlich sind die Sandlöcher auch  Ausgangspunkt von Fuchs- und Dachsbauten.

Zum Zeitpunkt unseres Besuches tauchten die zahlreichen  ästigen Graslilien die spätsommerliche Wiese in ein zartes Weiß, ein wunderschöner Kontrast zu sommerlichen Blütenpflanzen wie violettem Heilziest, Karthäusernelke  und Dost. Viele auch seltenere Schmetterlinge ergaben herrliche Fotomotive. Ein Eldorado für Naturfreunde, Makro- und Landschaftsfotografen.